Antimon (Sb)

51 Sb Antimon 121,76

Wichtige Eigenschaften

Kategorie:
Halbmetall
Atommasse:
121,760 u
Elektronenkonfiguration:
[Kr] 4d¹⁰ 5s² 5p³
Schmelzpunkt:
630,6 °C (903,8 K)
Siedepunkt:
1587 °C (1860 K)
Dichte:
6,697 g/cm³
Oxidationszustände:
-3, +3, +5

Beschreibung & Geschichte

Antimon ist ein silberweiß glänzendes, sehr sprödes Halbmetall. Es ist ein schlechter Wärme- und Stromleiter und dehnt sich wie Bismut beim Erstarren leicht aus. In der Natur kommt es oft rein (gediegen) oder als Mineral Stibnit (Antimonglanz, Sb₂S₃) vor. Das Elementsymbol Sb leitet sich vom lateinischen Namen "Stibium" ab.

Antimonverbindungen waren bereits im alten Ägypten als Augenschminke (Kajal) bekannt. Als Metall wurde es im Mittelalter von Alchemisten untersucht.

Verwendung

Die wichtigste Anwendung von Antimon (als Antimon(III)-oxid) ist der Einsatz als **Flammschutzmittel** in Kunststoffen, Textilien und Elektronikgehäusen. Es verlangsamt die Ausbreitung von Feuer.

Als Metall ist es ein wichtiger Legierungsbestandteil. Es härtet Blei und Zinn. Blei-Antimon-Legierungen sind entscheidend für die Herstellung von Bleiakkumulatoren (Autobatterien), da sie die Platten stabiler machen. Es wird auch in Lagermetallen, Munition und Loten (Zinn-Antimon) verwendet. Zinn-Antimon-Kupfer-Legierungen sind als "Britanniametall" oder "Pewter" (Hartzinn) für Geschirr und Ziergegenstände bekannt.