Wichtige Eigenschaften
- Kategorie:
- Lanthanoid
- Atommasse:
- 144,242 u
- Elektronenkonfiguration:
- [Xe] 4f⁴ 6s²
- Schmelzpunkt:
- 1021 °C (1294 K)
- Siedepunkt:
- 3074 °C (3347 K)
- Dichte:
- 7,01 g/cm³
- Oxidationszustand:
- +3
Beschreibung & Geschichte
Neodym ist ein silberweißes, weiches Metall aus der Gruppe der Lanthanoide (auch Seltenerdmetalle genannt). An der Luft läuft es schnell an und bildet eine Oxidschicht. Es wurde 1885 vom österreichischen Chemiker Carl Auer von Welsbach entdeckt, als es ihm gelang, das bis dahin für ein einzelnes Element gehaltene "Didym" in Neodym und Praseodym aufzutrennen. Der Name bedeutet "neuer Zwilling".
Hauptanwendung: Neodym-Magnete
Die mit Abstand wichtigste und bekannteste Verwendung von Neodym ist die Herstellung von Neodym-Eisen-Bor-Magneten (Nd₂Fe₁₄B). Dies sind die stärksten bekannten Permanentmagnete. Ihre enorme Kraft bei geringer Größe hat unzählige Technologien revolutioniert und ermöglicht.
- Elektronik: In Kopfhörern, Lautsprechern und den Leseköpfen von Computer-Festplatten.
- Motoren & Generatoren: In den Elektromotoren von Hybrid- und Elektroautos sowie in den Generatoren moderner Windkraftanlagen.
- Industrie & Alltag: In unzähligen Verschlüssen, Halterungen und in der Medizintechnik (z.B. in MRT-Geräten).
Darüber hinaus wird Neodym auch zum Färben von Glas und Emaille verwendet, denen es einen charakteristischen violett-roten Farbton verleiht.