Zinn (Sn)

50 Sn Zinn 118,71

Wichtige Eigenschaften

Kategorie:
Metall
Atommasse:
118,710 u
Elektronenkonfiguration:
[Kr] 4d¹⁰ 5s² 5p²
Schmelzpunkt:
231,9 °C (505,1 K)
Siedepunkt:
2602 °C (2875 K)
Dichte:
7,265 g/cm³ (beta-Zinn, weiß)
Oxidationszustände:
+2, +4

Beschreibung & Eigenschaften

Zinn ist ein silberweiß glänzendes, weiches Schwermetall. Es ist sehr dehnbar und lässt sich zu dünner Folie (Stanniol) auswalzen. Charakteristisch ist das knisternde Geräusch ("Zinngeschrei"), das beim Verbiegen von Zinnstangen durch Reibung der Kristallite entsteht. Zinn existiert in verschiedenen Modifikationen: Oberhalb von 13,2 °C ist das metallische beta-Zinn stabil, darunter wandelt es sich langsam in das pulverförmige, nichtmetallische alpha-Zinn ("Zinnpest") um. Zinn ist sehr korrosionsbeständig.

Geschichte & Verwendung

Zinn ist eines der ältesten bekannten Metalle. Seine Legierung mit Kupfer – die **Bronze** – gab einer ganzen Epoche den Namen (Bronzezeit, ab ca. 3000 v. Chr.). Bronze war härter als Kupfer und ermöglichte die Herstellung besserer Werkzeuge und Waffen. Das Elementsymbol Sn leitet sich vom lateinischen Namen "stannum" ab.

Die wichtigste moderne Anwendung von Zinn ist die Herstellung von **Weichlot** zum Löten in der Elektronik und im Handwerk. Sein niedriger Schmelzpunkt und die gute Benetzung anderer Metalle machen es ideal dafür (oft in Legierungen mit Blei, Silber oder Kupfer). Eine weitere Hauptanwendung ist die Beschichtung von Stahlblech zu **Weißblech**, das korrosionsbeständig ist und für Konservendosen verwendet wird. Zinn wird auch in Legierungen wie Bronze und Lagermetallen eingesetzt. Zinn(IV)-oxid ist Bestandteil von transparenten, leitfähigen Schichten (z.B. ITO mit Indium).