Flerovium (Fl)

☢ 114 Fl Flerovium (289)

Wichtige Eigenschaften

Kategorie:
Schwermetall (erwartet)
Atommasse:
ca. 289 u (langlebigstes Isotop)
Elektronenkonfiguration:
[Rn] 5f¹⁴ 6d¹⁰ 7s² 7p² (erwartet)
Schmelzpunkt:
unbekannt (geschätzt, evtl. nahe Raumtemperatur)
Siedepunkt:
unbekannt (geschätzt, evtl. niedrig)
Dichte:
unbekannt (geschätzt)
Oxidationszustände:
0, +2, +4 (erwartet)

Beschreibung & Entdeckung

Flerovium ist ein künstlich erzeugtes, superschweres, extrem instabiles und radioaktives Element. Es wurde erstmals 1999 am Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna (Russland) durch die Fusion von Plutonium- und Calcium-Kernen synthetisiert. Bisher wurden nur wenige Dutzend Atome hergestellt. Sein langlebigstes bekanntes Isotop, Flerovium-289, hat eine Halbwertszeit von nur etwa 2 Sekunden.

Alle Eigenschaften sind theoretisch. Obwohl es in der Kohlenstoffgruppe unter Blei steht, wird erwartet, dass Flerovium aufgrund starker relativistischer Effekte chemisch **weniger reaktiv** ist als Blei und möglicherweise edelgasähnliche Eigenschaften zeigt. Es könnte eines der am wenigsten reaktiven Metalle sein und einen ungewöhnlich niedrigen Siedepunkt haben, vielleicht sogar nahe Raumtemperatur gasförmig sein (obwohl es wahrscheinlich fest ist). Es liegt in der Nähe der postulierten "Insel der Stabilität" für superschwere Elemente.

Es wurde 2012 nach dem Flerow-Labor für Kernreaktionen in Dubna benannt, das wiederum nach dem sowjetischen Kernphysiker Georgi Fljorow (engl. Transkription Flerov) benannt ist.

Verwendung

Flerovium hat keinerlei praktische Anwendung außerhalb der Grundlagenforschung in der Kernphysik und Kernchemie. Es ist von großem Interesse für das Verständnis der Struktur und Stabilität superschwerer Kerne und der Auswirkungen relativistischer Effekte auf die Chemie.




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