Blei (Pb)

82 Pb Blei 207,2

Wichtige Eigenschaften

Kategorie:
Schwermetall
Atommasse:
207,2 u
Elektronenkonfiguration:
[Xe] 4f¹⁴ 5d¹⁰ 6s² 6p²
Schmelzpunkt:
327,5 °C (600,6 K)
Siedepunkt:
1749 °C (2022 K)
Dichte:
11,34 g/cm³
Oxidationszustände:
+2, +4

Beschreibung & Eigenschaften

Blei ist ein bläulich-weißes, sehr weiches, dehnbares und extrem dichtes Schwermetall. An frisch geschnittenen Oberflächen glänzt es metallisch, läuft an der Luft aber schnell grau an, wobei eine schützende Oxidschicht entsteht, die es sehr korrosionsbeständig macht. Blei hat einen relativ niedrigen Schmelzpunkt. Es ist giftig und reichert sich im Körper an, was zu chronischen Gesundheitsschäden führen kann (Bleivergiftung). Blei ist das Endprodukt der Zerfallsreihen von Uran und Thorium, daher sind seine natürlichen Isotope (Pb-206, Pb-207, Pb-208) stabil.

Geschichte & Verwendung

Blei ist seit der Antike bekannt und wurde von den Römern in großen Mengen für Wasserleitungen, Gefäße und als Zusatz zu Wein verwendet (was zu Gesundheitsproblemen führte). Sein Elementsymbol Pb stammt vom lateinischen Namen "plumbum".

Die mit Abstand größte heutige Anwendung von Blei ist die Herstellung von **Bleiakkumulatoren (Autobatterien)**. Seine hohe Dichte und Fähigkeit, ionisierende Strahlung (Röntgen- und Gammastrahlung) gut abzuschirmen, macht es unverzichtbar im **Strahlenschutz** (z.B. Bleischürzen in der Medizin, Abschirmungen in Kernkraftwerken). Es wird auch für Gewichte, als Legierungsbestandteil (z.B. in Weichlot) und für Munition verwendet. Viele frühere Anwendungen (Benzin-Zusatz, Farbpigmente, Wasserleitungen) sind wegen seiner Toxizität heute stark eingeschränkt oder verboten.