Iod (I)

53 I Iod 126,90

Wichtige Eigenschaften

Kategorie:
Halogen
Atommasse:
126,90447 u
Elektronenkonfiguration:
[Kr] 4d¹⁰ 5s² 5p⁵
Schmelzpunkt:
113,7 °C (386,8 K)
Siedepunkt:
184,4 °C (457,5 K) (Sublimation)
Dichte:
4,94 g/cm³ (Feststoff)
Oxidationszustände:
-1, +1, +3, +5, +7

Beschreibung & Eigenschaften

Iod ist unter Normalbedingungen ein grauschwarzer, metallisch glänzender Feststoff, der aus zweiatomigen I₂-Molekülen besteht. Es ist das schwerste stabile Halogen. Charakteristisch ist seine leichte Sublimation: Beim Erwärmen geht es direkt in einen violetten, stechend riechenden Dampf über, ohne vorher flüssig zu werden (unter Normaldruck). Es ist weniger reaktiv als Chlor und Brom. Iod ist schlecht in Wasser, aber gut in organischen Lösungsmitteln oder Kaliumiodid-Lösung löslich (Bildung von I₃⁻-Ionen).

Entdeckung & Biologische Bedeutung

Iod wurde 1811 vom französischen Chemiker Bernard Courtois zufällig bei der Verarbeitung von Seetangasche entdeckt. Der Name leitet sich vom griechischen Wort "ioeides" für "violett" ab, bezogen auf die Farbe des Dampfes.

Iod ist ein **essentielles Spurenelement** für den Menschen und viele Tiere. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin, die den Stoffwechsel regulieren. Iodmangel führt zur Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) und zu Entwicklungsstörungen. Aus diesem Grund wird Speisesalz oft mit Iod angereichert (iodiertes Salz).

Verwendung

Iod und seine Verbindungen werden als **Antiseptikum** zur Wunddesinfektion verwendet (z.B. Iodtinktur, Povidon-Iod). In der Chemie dient es als Katalysator und Reagenz. Silberiodid wird wegen seiner Kristallstruktur, die Eis ähnelt, zum "Impfen" von Wolken verwendet, um Regen auszulösen. Das radioaktive Isotop Iod-131 wird in der Nuklearmedizin zur Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt. Iod ist auch Bestandteil von Polarisationsfolien für LCD-Bildschirme.