Einsteinium (Es)

☢ 99 Es Einsteinium (252)

Wichtige Eigenschaften

Kategorie:
Actinoid
Atommasse:
ca. 252 u (langlebigstes Isotop)
Elektronenkonfiguration:
[Rn] 5f¹¹ 7s² (vermutet)
Schmelzpunkt:
860 °C (1133 K)
Siedepunkt:
unbekannt
Dichte:
8,84 g/cm³ (berechnet)
Oxidationszustände:
+2, +3

Beschreibung & Entdeckung

Einsteinium ist ein künstlich erzeugtes, silberweißes, hochradioaktives Metall. Es ist das schwerste Element, von dem jemals makroskopische (mit bloßem Auge sichtbare) Mengen hergestellt wurden, allerdings nur im Bereich von Mikrogramm. Sein langlebigstes Isotop, Einsteinium-252, hat eine Halbwertszeit von etwa 472 Tagen. Die intensive Radioaktivität führt zu einer starken Eigenerwärmung und schnellen Zerstörung des Kristallgitters.

Es wurde überraschend im Dezember 1952 von Albert Ghiorso und Kollegen in Berkeley entdeckt. Sie fanden es zusammen mit Fermium in den Überresten (Fallout) der ersten Wasserstoffbombenexplosion ("Ivy Mike"). Die extrem hohen Neutronenflüsse während der Explosion hatten Uranatome mehrfach Neutronen einfangen lassen, was zur Bildung dieser superschweren Elemente führte. Die Entdeckung wurde zunächst aus militärischen Gründen geheim gehalten und erst 1955 veröffentlicht. Es wurde zu Ehren von Albert Einstein benannt.

Verwendung

Aufgrund seiner extremen Radioaktivität, kurzen Halbwertszeit und der Schwierigkeit, es in nennenswerten Mengen herzustellen, hat Einsteinium keine praktischen Anwendungen außerhalb der Grundlagenforschung. Es dient hauptsächlich als Ausgangsmaterial ("Target") zur Synthese noch schwererer Elemente, wie zum Beispiel Mendelevium.




Bundesamt für Strahlenschutz: Was ist Radioaktivität? – Hier werden grundlegende Begriffe wie Atome, Isotope, Radioaktivität, Strahlungsarten (Alpha, Beta, Gamma) und Halbwertszeit erklärt.